Wehrhahnlinie, Düsseldorf

VSG aus ESG, Brandschutzglas

  • Wehrhahnlinie macht Glas zu Kunst

    Die sechs neuen U-Bahnhöfe der Düsseldorfer Wehrhahnlinie sind die jüngsten künstlerischen und architektonischen Aushängeschilder der Metropole am Rhein. Bei der Realisierung des Projekts haben die Glasveredler von Glas Wagener neben teilweise künstlerisch gestalten Wandverkleidungen aus Glas auch Oberlichter, die auch als Sitzmöbel dienen, sowie Beschilderungen mit LED-Hinterleuchtung realisiert. Neben diesen anspruchsvollen technischen Lösungen gehörte auch die Logistik für das Projekt zu den Herausforderungen für Glas Wagener.

     

  • Funktionalität trifft Ästhetik

    Eine zentrale Rolle für das Projekt spielte der Bahnhof Schadowstraße, den Glas Wagener mit rund 2.000 Quadratmetern Glasflächen aus Verbundsicherheitsglas (VSG) aus Einscheibensicherheitsglas (ESG)ausstattete. Deren Bedruckung war Teil des künstlerischen Gesamtkonzepts. Neben der Funktionalität lag daher ein großes Gewicht auf die ästhetischen Wirkungen der Flächen. Bei der Ausführung arbeitete Glas Wagener sehr eng mit den Architekten und der ausführenden Künstlerin, Ursula Damm, zusammen.

    Dabei wurde die Farbgebung der teils monochrom, teils mit einer geometrischen Interpretation der Stadt Düsseldorf bedruckten Glasflächen in mehreren Schritten optimiert. Die Beschichtung der monochromen Flächen erfolgte im Walzenverfahren. Bei Gläsern mit Sonderfolien kam Digitaldruck zum Einsatz. Eingebaut wurde die Wandverkleidung als vorgehängte hinterlüftete Fassade auf einer Tragstruktur aus Edelstahl, die ebenfalls Glas Wagener fertigte. Der Edelstahl dient zum einem dem Korrosions-, zum anderen dem Brandschutz. Im Glas integrierte Punkthalter ermöglichten eine unsichtbare Befestigung der Verkleidung.

    Auch an der Ausstattung der fünf anderen Stationen der Wehrhahnlinie war Glas Wagener beteiligt. So hat der zur Unternehmensgruppe Arnold Glas gehörende Glasveredler am Bahnhof Heinrich-Heine-Allee rund 300 Quadratmeter Spiegelglasflächen montiert, die ebenfalls Teil des künstlerischen Konzepts der Wehrhahnlinie sind. Wie an der Schadowstraße kam dabei VSG zum Einsatz.

    Aufwändige Oberlichter mit Sitzgelegenheit

    Für die Planer der Stationen war die Verbindung der unterirdischen Bahnhöfe mit dem oberirdischen Stadtraum besonders wichtig. Diese wurden an den Bahnhöfen Heinrich-Heine-Allee und Schadowstraße unter anderem durch die Integration von Oberlichtern realisiert. Die Besonderheit dabei: Die Oberlichter dienen nicht nur dem Lichteinlass in die Station. Sie sind von der Straßenebene aus begehbar und bieten Passanten die Gelegenheit, auf einem anspruchsvoll gestalteten Sitzmöbel aus Holz und Edelstahl zu verweilen und das Treiben im Untergrund zu beobachten.

    Für dieses besondere Projekt verwendete Glas Wagener ein fünffaches geschichtetes VSG, dessen oberste Scheibe mit einer Schutzfolie versehen ist. Bei Schäden, beispielsweise durch Vandalismus, lässt sich das Oberlicht daher kostensparend wieder herstellen. Die unterste Scheibe besteht aus Brandschutzgründen aus einem Boro-Silikatglas der Klasse F30 von Schott. Brandschutzgläser der Firma Promat, einem Partner von Arnold Glas, finden sich übrigens auch an anderen Stellen der Wehrhahnlinie. Auch sie sorgen für einen hellen, freundlichen und offenen Eindruck der Stationen. Sichtbeziehungen erlauben zudem die einfache Orientierung innerhalb der Bahnhöfe.

  • Broschüre ISOLAR Ardorex

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